the power of scienceBiosciences
Wie leben Mäuse und Ratten bei uns?
Unsere Tiere führen ein Leben im Stall oder wie im privaten Haushalt – aber unter ständiger ärztlicher Aufsicht. Tiere, die bei uns ein hohes Lebensalter erreichen, leben in unserer „Seniorenresidenz“.

Aktuell sind dies ca. 20 Prozent der Großtiere und ca. 10 Prozent der Kleintiere.

Die Haltung von Tieren ist für uns kein Selbstzweck. Wie alle unsere Labortiere, gehören auch Mäuse und Ratten zu unseren wichtigsten Helfern auf dem Weg zu maximaler Sicherheit für Patient/innen und Verbraucher/innen. Um bei unserer Arbeit valide und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, sind wir selbst in höchstem Maße an der Gesundheit unserer Labortiere interessiert. Darum besteht eine unserer wichtigsten Aufgaben darin, unsere Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend zu halten.

Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:
Kleintierhaltung
Unterbringung
Unsere Mäuse und Ratten sind in transparenten, offenen und mit Gitterdeckeln verschlossenen Makrolon-Boxen unterschiedlicher Größen untergebracht. Diese können in Ständer eingeschoben oder gestellt werden. Als Einstreu verwenden wir eine Mischung aus Weichholzgranulat und grober Späne. Die Größe und Besatzdichte der Käfige erfolgt gemäß Richtlinie 2010/63/EU und ermöglicht es den Tieren, ihre natürlichen Bewegungsmuster auszuleben.
Kleintierhaltung
Fütterung und Tränkung
Um eine möglichst ausgewogene und artgerechte Ernährung zu bieten, verwenden wir zertifiziertes Alleinfuttermittel , das den gesamten Nährstoffbedarf abdeckt. Dieses Futter steht allen Tieren Tieren ad libitum (nach Belieben) zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Trinkflaschen jederzeit mit frischem Leitungswasser befüllt, das zur Gewährleistung maximaler Hygiene zudem regelmäßig mikrobiologisch untersucht wird.
Kleintiere
Beschäftigung (Enrichment)
Um das natürliche Verhalten unserer Tiere zu fördern und ihnen Abwechslung und Beschäftigung zu bieten, setzen wir Nestbaumaterial, Nagehölzer, Rückzugsmöglichkeiten etc. ein. Dieses sogenannte „Enrichment“ tut den Tieren gut und reduziert das Auftreten von Verhaltensstörungen.
Kleintiere
Sauberkeit
Unsere Tiere werden in der Regel einmal wöchentlich in frisch gesäuberte Boxen umgesetzt und erhalten neue Trinkflaschen. Dabei haben wir die Situation jederzeit im Blick, beobachten genau und erhöhen im Bedarfsfall die Frequenz. Ausgetauschte Boxen und Flaschen werden im Wasch- und Reinigungsbereich von Spänen befreit und mithilfe einer Bandreinigungsmaschine gründlich gesäubert. Nach der Trocknung stehen sie für den nächsten Einsatz bereit.
Im Labor
Klima
Jeder Boxenraum wird über eine Klimaanlage belüftet. Die Klimabedingungen werden von unserem Überwachungssystem laufend kontrolliert. Abweichungen vom Normalbereich werden sofort erkannt und korrigiert. Die Temperatur in den Boxenräumen liegt zwischen 20-24°C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 45-65%. Mindestens 15-20 Mal pro Stunde findet ein Luftaustausch statt, um Schadgase, insbesondere Ammoniak, abzuführen. Filter verhindern dabei, dass belastende Bestandteile in die Außenwelt gelangen.
hase
Beleuchtung
Die Beleuchtung der Boxenräume ist auf einen Hell-Dunkel-Rhythmus programmiert, der sich am natürlichen Tag-Nacht-Zyklus orientiert. Bei der Hellphase sind zwei Varianten möglich: Haltungslicht (< 200 Lux) und Arbeitslicht (< 400 Lux). Die obersten Boxenreihen sind durch Abschirmungen vor direkter Lichteinstrahlung geschützt. Zusätzlich besitzen alle Tiere eine Rückzugsmöglichkeit in einen abgedunkelten Bereich (Lichtintensität von < 25 Lux). Dies ist besonders wichtig, um unsere lichtempfindlichen Albinotiere vor Retinaschäden zu schützen.





Quellen und weiterführende Informationen:






Unternehmen
Medien