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Tipps zur Fütterung von Kaninchen
Die artgerechte Ernährung von Kaninchen sollte sich an der natürlichen Nahrung von Wildkaninchen orientieren. Diese besteht zum größten Teil aus Wildgräsern, Kräutern und Blättern.

In der Heimtierhaltung ist die Nahrungsgrundlage von Kaninchen hochwertiges Heu, das durch geringe Mengen an getrockneten Kräutern, Blüten oder Blättern ergänzt werden kann.


Frischfutter sollten Sie Ihren Tieren in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt anbieten. Als Faustregel hat sich bei uns ein Verhältnis von 150-200 g/kg Körpergewicht bewährt. Der größte Teil sollte aus Löwenzahn, Feldsalat oder Möhrengrün bestehen. Zusätzlich können Sie verschiedene Gemüsesorten wie Karotten, Brokkoli oder Petersilienwurzel anbieten.

In geringen Mengen können auch Äpfel oder Birnen angeboten werden. In besonderen Bedarfssituationen z.B. Außenhaltung im Winter, ist zusätzlich auch ein täglicher Löffel Ölsaaten (Kürbiskerne) oder Pellets sinnvoll. Obwohl nicht zu den eigentlichen Nagetrieren sondern zu den Hasenartigen gehörend, freuen sich auch Kaninchen über das gelegentliche Angebot von Weide- oder Obstbaumzweigen zur Befriedigung des Nagetriebs.

Bei falscher Fütterung kann es bei Kaninchen zu vermeidbaren Erkrankungen kommen. Dazu zählen vor allem:

Magen-Darm-Probleme
Durch zu viel Zucker oder Stärke, wird das Wachstum ungünstiger Darmbakterien gefördert.
Zahnprobleme
Da die Zähne von Kaninchen lebenslang wachsen, ist es wichtig den Abrieb zu fördern. Dafür eignet sich das Angebot von Heu. Zusätzlich können Sie Äste von Obstbäumen anbieten.
Harnsteine
Kaninchen nehmen über die Nahrung Kalzium auf. Alles was nicht für den Bedarf benötigt wird, wird über den Harn wieder ausgeschieden. Aus diesem Grund sieht der Urin bei Kaninchen immer etwas trübe aus. Werden kalziumreiche Futtermittel wie Luzerne gefüttert, nimmt auch die Kalziumkonzentration im Harn weiter zu und es kann zur Bildung von Harnsteinen kommen.






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